3. Workshop- / Vortrags-Phase

W 3.1 „Hinterm Horizont geht’s weiter“ – Längere Lebensarbeitszeiten – Haltungen, Strategien ... Reflexionen ...

Ute Breithaupt, Louise Beisel | Beraterin und Coach am
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Unsere Lebensarbeitszeiten werden länger. Das ist eine Realität, der wir uns stellen müssen. Was bedeutet das für unsere Gesundheit? Eher Schrecken oder auch Chance? Wie attraktiv ist das? Wie können wir also „Zukünfte“ gestalten? Wir wollen das Thema im ansprechenden Dialog aufgreifen, Gedanken und Ideen dazu austauschen und Impulse geben.

 

W 3.2 Trennungsmanagement – Wenn der Weg nicht mehr zusammen weitergeht

Dr. Nadine Schuster | Psych. Psychotherapeutin, Mainz

Wenn der Weg nicht mehr zusammen weitergeht

Niemand trennt sich gerne – zudem gehören zu einer Trennung immer zwei. Ist die Entscheidung gefallen, wird bisweilen zu schnell und wenig durchdacht die Kündigung ausgesprochen. Besser als Aktionismus ist ein gut durchdachter Trennungsprozess. Er kostet zwar etwas Zeit, spart Ihnen aber eine Menge Ärger und auch Kosten.
Fragen wie: „Was ist unser/mein Anteil an der Trennung?“, „Wen sollte ich frühzeitig einbinden?“, „Mit wem muss ich mich abstimmen und wie wird intern kommuniziert?“ werden im Rahmen des Workshops erörtern.

 

W 3.3 Generationenkonferenz Demografiearbeit – nur für Ältere?? Wie wir die Generationen im Betrieb zusammenbringen

Dr. Susanne Buld | Betriebliche Sozial- u. Konfliktberatung, Universitätsklinikum Würzburg

Für Demografiearbeit im Betrieb ist es unabdingbar, die Generationen zusammen zu bringen. So entstand die Konzeption des Generationenkongresses. Es zeigte sich, dass sich die Bedingungen, die sich die Mitarbeitenden für ein gesundes Älterwerden am Arbeitsplatz wünschen, zwischen den Generationen nicht unterscheiden. Die Herangehensweise an die Themen ist jedoch sehr verschieden. Der Austausch ist häufig von Missverständnissen geprägt. Gerade deswegen wird ein arrangiertes Zusammentreffen positiv angenommen. Das Projekt hat die Sensibilität der Mitarbeitenden für ihre Eigenverantwortung zum Thema Demografie gestärkt und aufgezeigt: Generationenarbeit macht Spaß.

 

V 3.4 Betriebliches Eingliederungsmanagement – Juristische Vorgaben und betriebliche Realität

Hajo Köhler | Rechtsanwalt, Oldenburg

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist eine Aufgabe des Arbeitgebers. Mit dem BEM wird das Ziel verfolgt, Arbeitsunfähigkeit der Beschäftigten eines Betriebes oder einer Dienststelle möglichst zu überwinden, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen und den Arbeitsplatz des betroffenen Beschäftigten im Einzelfall zu erhalten.

Als Bestandteil des Gesundheitsmanagements kommt dem betrieblichen Eingliederungsmanagement insbesondere bei der Vermeidung  von krankheitsbedingten Kündigungen eine erhebliche Bedeutung zu. Die gesetzlichen Rechtsgrundlagen finden sich in § 84 SGB IX. Der Gesetzgeber hat das BEM-Verfahren nur sehr oberflächlich und mit viel Gestaltungsspielraum für die betrieblichen Akteure geregelt. Zugleich knüpfen sich aber sowohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher Hinsicht zahlreiche Folgen an die Durchführung des BEM.

Der Workshop stellt die rechtlichen Rahmenbedingungen den betrieblichen Anforderungen und Realitäten gegenüber. Gleichzeitig werden Gestaltungsspielräume aufgezeigt, die es ermöglichen sollen, das betriebliche Eingliederungsmanagements als effektives Werkzeug des betrieblichen Gesundheitsschutzes zu nutzen.

 

W 3.5 Sinnforschung – Anregung für die Einzelnen und die Arbeitswelt

Edeltraud Schmandt | MitarbeiterInnen- und Führungskräfteberatung, Universität Köln

Was ist für die Einzelnen heute das persönlich Richtige und Wertvolle? Welche Auswirkungen haben Sinnerfüllung, Sinnkrisen und existentielle Indifferenz z.B. auf Gesundheit und das berufliche Engagement?

Ausgehend von Ergebnissen der Studien zur Psychologie des Lebenssinns (Frau Prof. Schnell) wird im Workshop auch eingeladen zu einem neugierigen Transfer z.B. zu folgenden Fragestellungen: In welchen der Sinndimensionen finde ich mich selbst wieder? Angenommen ich würde auch in meiner beruflichen Rolle das Thema Sinndimensionen (mehr) berücksichtigen, welche Auswirkungen hätte das? Welche Bedingungen in der Arbeitswelt fördern und welche hemmen eher die Sinnerfüllung und damit die Ressourcen?

 

W 3.6 Einrichtung eines Konfliktmanagementsystems

Katja Beck-Doßler | Sucht- und Konfliktberatung,
Universität Würzburg

In einem Impulsvortrag stellt Frau Beck-Doßler das Konfliktmanagementsystem der Universität Würz-burg und ihre Erfahrungen in ihrer Rolle als Konfliktberaterin vor: Ein System von Verabredungen, Verantwortlichkeiten und Prozessen, in dem – zumindest theoretisch – alle an der Entstehung und Bearbeitung von Konflikten beteiligten Personal in klar definierten Rollen und Prozessen agieren. Sie sind auf diese Aufgabe vorbereitet, unterstützen sich gegenseitig und arbeiten im gleichen Sinn.
In der Diskussion und im Austausch mit den Teilnehmenden des Workshops stehen Fragen wie z.B. welche Elemente für den Aufbau eines KMS unabdingbar sind oder wie ein Konfliktmanagementsystem den Umgang mit Konflikten an der Einrichtung verändert.

 

W 3.7 Achtsamkeit, Selfcare in der Prävention

Sunita Balser | Familientherapeutin und Organisationsberaterin, Nackenheim

Der Körper ist  ein nicht zu unterschätzender „Vertragspartner“, der nicht nur in den Fitnessstudios oder am Wochenende eingesetzt werden kann, sondern auch während der Arbeit.

Wir können unser Wohlbefinden mit gezielten körperlichen Interventionen beeinflussen und somit unser Arbeitsesprit aufrechterhalten. Diese Interventionen sind oft ganz unbemerkt anwendbar, jedoch sehr effektvoll. Bisweilen helfen sie sogar gezielt wenn wir Stress empfinden, uns ärgern oder irritiert sind. Langfristig können diese Interventionen typischen Büroarbeitsplatzbeschwerden vorbeugen und Burn-out-Prozessen entgegenwirken.